aus der Süddeutschen Zeitung...

Weltweit lauern Gefahren
Mitte der achtziger Jahre hatte ein Rohstoffdepot noch zum Muss in jedem gut sortierten Anlageportfolio gehört. Mehr als zehn Jahre nach der endgültigen Aufgabe des Goldstandards 1971, also der Golddeckung des Dollars, ging es in Sondermagazinen von Wirtschaftszeitungen noch ausführlich um die Gefahren einer zu hohen Verschuldung für das Geldsystem. "Das Kreditnetz ist so eng um den Globus gezogen, dass wirklich ein Loch an einer Stelle ausreicht, um das ganze Netz zu zerreißen", heißt es etwa in der November-Ausgabe des Handelsblatt-Magazins 1983. "Das wäre der Punkt, da jeder sich glücklich schätzte, Gold zu besitzen."

Doch bislang hat das Netz gehalten, obwohl weltweit Gefahren lauern: Durch die Globalisierung sind die Staaten stärker voneinander abhängig. Bricht ein großer Schuldner zusammen, droht er andere mitzureißen. Und auch die Geldmenge ist weit stärker gestiegen als die reale Wirtschaftskraft. Allein die Vereinigten Staaten, Herausgeber der Weltreservewährung Nummer eins, haben seit den Terroranschlägen im September 2001 die Dollar-Geldmenge um knapp 40 Prozent auf zuletzt offiziell 10,4 Billionen Dollar erhöht - eine Steigerungsrate, die etwa doppelt so hoch ist wie das ausgewiesene Wirtschaftswachstum in dieser Zeit. Dafür hält sich die Geldentwertung bislang in Grenzen
http://www.sueddeutsche.de/,tt4m1/wirtschaft/artikel/819/75744/

2.1.07 21:13

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